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Städte

Basel Sehenswürdigkeiten: Altstadt, Rhein und Museen an einem Tag

Basel an einem Tag: vom Marktplatz aufs Münster, mit der Fähre nach Kleinbasel und am Nachmittag ins Museum – mit Zeitbedarf, Preisen und Plan für Regen.

Von der Redaktion Urlaub-Magazin.ch, veröffentlicht am , 7 Min. Lesezeit.

Häuserzeile am Rheinufer in Basel an einem sonnigen Tag, davor Bäume und die Uferpromenade
Foto: Markus McKay / Unsplash

Was schaffst du in Basel, wenn du nur einen Tag hast und nicht die Hälfte davon mit dem Stadtplan verbringen willst? Mehr, als die Grösse der Stadt vermuten lässt. Grossbasels Altstadt, das Münster und das Rheinufer liegen so nah beieinander, dass du den Vormittag fast ohne Tram auskommst. Der Nachmittag gehört dann einem Museum, und die Wahl dabei hängt stark vom Wochentag ab. Die Route funktioniert bei Sonne und fällt bei Regen nicht auseinander.

Der Tag im Überblick

Station Zeitbedarf Bei Regen
Marktplatz und Rathaushof 30 Min. kurz halten
Münster mit Kreuzgang und Turm 1–1,5 Std. ideal
Pfalz und Münster-Fähre 30 Min. Fähre fällt ins Wasser, Brücke nehmen
Kleinbasler Rheinufer, Mittagessen 1–1,5 Std. lieber in eine Beiz
Kunstmuseum oder Tinguely 2–3 Std. ideal
Abend in einem Quartier offen offen

Ohne Museum brauchst du für die Altstadt gut einen halben Tag. Mit Museum ist der Tag voll, aber nicht gehetzt.

Morgens in Grossbasel: Marktplatz und Rathaus

Starte auf dem Marktplatz, am besten vor zehn Uhr, bevor die Gassen voll werden. Das rote Rathaus mit der bemalten Fassade ist das Bild, das du von Basel kennst, und es lohnt sich, einmal in den Innenhof zu gehen. Der ist weiterhin öffentlich zugänglich.

Neu ist: Seit dem 1. Januar 2026 ist das Rathaus für den Durchgang geschlossen, laut Kanton wegen der vielen Leute, die es als Abkürzung vom Marktplatz zum Münsterplatz benutzt haben. Du gehst also aussen herum den Hügel hinauf. Das Innere siehst du nur noch im Rahmen einer Führung, die Basel Tourismus vermittelt. Tagt der Grosse Rat, darfst du ohne Anmeldung auf die Zuschauertribüne.

Das Münster: Kreuzgang, Türme und die Pfalz

Hier planst du am meisten Zeit ein. Im Sommerhalbjahr ist es von Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr offen, am Samstag bis 16.30 Uhr, am Sonntag ab etwa 11.30 Uhr nach dem Gottesdienst. Ab der Winterzeit öffnet es werktags erst um 11 Uhr und schliesst um 16 Uhr. Der Kreuzgang ist täglich ab 8 Uhr zugänglich, bis es dunkel wird. Du kannst also schon vor der Kirche hinein.

Für die Aussicht steigst du auf einen der beiden Türme, den Georgs- oder den Martinsturm. Jeder hat rund 250 Stufen auf einer schmalen Treppe, der Eintritt kostet CHF 6. Mehr als 30 Personen lässt das Münster nicht gleichzeitig hinauf, am Mittag kann es deshalb Wartezeit geben. Die Krypten sind nur ausserhalb der Heizperiode frei zugänglich; von etwa Mitte Oktober bis Mitte Mai bleiben sie zu. Das Münster selbst bleibt am 1. Januar, am Karfreitag und am 24. Dezember zu.

Hinter dem Chor liegt die Pfalz, die Terrasse hoch über dem Rhein. Von hier siehst du hinüber nach Kleinbasel, und direkt unter dir legt die Fähre an.

Über den Rhein: mit der Fähre nach Kleinbasel

Die Münster-Fähre heisst Leu und hängt an einem Seil über dem Fluss. Sie hat keinen Motor, die Strömung schiebt sie hinüber. Die Überfahrt kostet für Erwachsene CHF 2, für Kinder CHF 1. Tram- und Bahnbillette gelten nicht, die BaselCard auch nicht. Nimm also etwas Münz mit.

Im Sommerfahrplan, von der Umstellung auf die Sommerzeit bis zu ihrem Ende, fährt die Leu täglich von 9 bis 20 Uhr. Im Winter verkehrt sie von 11 bis 17 Uhr. Während der Herbstmesse gilt ein längerer Fahrplan bis 22 Uhr. Die Leu ist eine von vier Fähren; die anderen drei heissen Wild Maa, Vogel Gryff und Ueli. Bei starkem Regen nimmst du die Mittlere Brücke.

Kleinbasel: Rheinufer und Mittagessen

Am Kleinbasler Ufer schaust du auf die Seite zurück, die du am Morgen abgelaufen bist. Von hier aus hat das Münster seine beste Ansicht. Entlang der Promenade gehst du zur Mittleren Brücke, in den Gassen dahinter isst du zu Mittag. Abends ist Kleinbasel ohnehin die Gegend zum Ausgehen. Welches Viertel zu welchem Abend passt, steht in unserem Artikel über die Basler Quartiere.

Nachmittags ins Museum: welches an welchem Tag

Drei Museen liegen nahe, und bei der Wahl hilft vor allem der Kalender.

Kunstmuseum Basel. Hauptbau und Neubau am St. Alban-Graben sind vom Rathaus aus zu Fuss erreichbar. Geöffnet ist am Dienstag und von Donnerstag bis Sonntag von 10 bis 18 Uhr, am Mittwoch bis 20 Uhr, am Montag ist zu. Sammlung und Ausstellungen kosten CHF 25, mit der Sonderausstellung CHF 30. Gratis ist die Sammlung am Dienstag, Donnerstag und Freitag zwischen 17 und 18 Uhr, am Mittwoch von 17 bis 20 Uhr und am ersten Sonntag im Monat. Feiertage sind davon ausgenommen. Mit der BaselCard bekommst du 25 Prozent Rabatt.

Museum Tinguely. Das Haus für die Maschinen von Jean Tinguely liegt am Kleinbasler Ufer. Offen ist es von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr, am Donnerstag bis 21 Uhr, am Montag ist es geschlossen. Erwachsene zahlen CHF 18, ermässigt kostet es CHF 12. Mit Kindern ist es die bessere Wahl: Hier bewegt und lärmt vieles.

Fondation Beyeler. Sie steht in Riehen, das Tram 2 oder 6 hält direkt vor dem Haus. Ab dem Bahnhof SBB brauchst du rund 30 Minuten, ab dem Badischen Bahnhof etwa 18. Die Fondation ist als einzige der drei täglich offen, von 10 bis 18 Uhr, am Mittwoch bis 20 Uhr. Ab dem 18. Oktober 2026 kosten Erwachsene CHF 30, mit BaselCard CHF 23, und bis und mit 25 Jahren ist der Eintritt frei. Zeitfenster buchst du online. Rechne mit der Anfahrt einen halben Tag ein.

An einem Montag bleibt dir also nur Riehen, oder du hängst den Nachmittag ans Münster und an die Altstadt an. Ist der Tag verregnet, tauschst du die Reihenfolge: zuerst ins Museum, und wenn es am Nachmittag aufklart, auf die Fähre.

Mit Kindern oder mehr Zeit

Hast du Kinder dabei, ersetzt der Zoo gut den Museumsnachmittag. Er liegt nahe beim Bahnhof SBB, Details dazu stehen in unserem Artikel über den Zoo Basel.

Bist du Ende Oktober in der Stadt, fällt dein Besuch in die Herbstmesse. Sie läuft 2026 vom 24. Oktober bis zum 8. November, und ihre Stände stehen auch auf dem Münsterplatz. Was auf welchem Platz los ist, steht in unserem Überblick zur Basler Herbstmesse.

Ohne Hotel, mit Hotel: was du beim Ticket sparst

Übernachtest du in Basel, bekommst du beim Einchecken die BaselCard. Sie gilt während des ganzen Aufenthalts als Fahrausweis für Tram und Bus in den Tarifzonen 10, 11, 13, 14 und 15, also in der Stadt und bis zum Flughafen. Über die Grenze gilt sie nicht. Dazu kommen die Museumsrabatte von oben. Kommst du nur für einen Tag und ohne Übernachtung, löst du eine Tageskarte. Für die Altstadt allein brauchst du sie kaum.

Häufige Fragen

Was sollte ich in Basel unbedingt sehen?

Das Münster mit dem Blick von der Pfalz, das Rathaus am Marktplatz und eine Überfahrt mit einer der vier Rheinfähren. Dazu ein Museum, je nach Wochentag das Kunstmuseum, das Tinguely oder die Fondation Beyeler.

Wie viel Zeit brauche ich für die Basler Altstadt?

Für Marktplatz, Münster, Pfalz und Fähre reicht ein halber Tag. Mit einem Museum am Nachmittag ist ein ganzer Tag gut gefüllt.

Was mache ich in Basel bei Regen?

Münster und Museen tragen den Tag auch dann, statt der Fähre nimmst du die Mittlere Brücke. Denk daran, dass Kunstmuseum und Tinguely am Montag geschlossen sind.

Gilt die BaselCard auf den Rheinfähren?

Nein. Die Fähren sind privat betrieben und gehören nicht zum Tarifverbund. Du bezahlst die Überfahrt direkt auf der Fähre.

Preise und Öffnungszeiten: Stand September 2026.

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