Wein und Wasser in Südtirol: Seen, Rebhänge und stille Abende
Kalterer See und Montiggler Seen: Weinhotels am Wasser, die Südtiroler Weinstrasse von Kaltern bis Tramin und Törggelen im Herbst, mit Tipps für die Reise.
Von der Redaktion Urlaub-Magazin.ch, veröffentlicht am , 4 Min. Lesezeit.

Zwischen Bozen und dem Unterland liegt eine Landschaft, die zu den schönsten Weinregionen der Alpen zählt. Rebzeilen ziehen sich die Hänge hinauf, Obstgärten säumen die Strassen, und dazwischen liegen kleine Seen, die im Sommer zum Baden einladen. Die Mischung aus mediterranem Klima und alpiner Kulisse macht die Gegend zum Ziel für Geniesser.
Der Kalterer See ist dabei einer der wärmsten Badeseen der Alpen, die beiden Montiggler Seen liegen eingebettet in Mischwald. Wer hier Urlaub macht, kann morgens im Wasser schwimmen, mittags durch die Weinberge wandern und abends ein Glas Weissburgunder auf der Terrasse geniessen.
Wie Wein in Südtirol entsteht
Südtirol ist eines der kleinsten Weinbaugebiete Italiens, bringt aber auffallend viele hochwertige Weine hervor. Die Reben wachsen in Höhenlagen zwischen 200 und 1.000 Metern, und die grossen Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht sorgen für aromatische Trauben mit lebendiger Säure.
Weiss- und Rotweine stehen gleichberechtigt nebeneinander. Weissburgunder, Gewürztraminer und Sauvignon blanc zählen zu den bekannten Weissen, Lagrein und Blauburgunder zu den roten Sorten.
Welche Weinhotels gibt es in Südtirol am See?
Wer Wein und Wasser verbinden möchte, wird im Gartenhotel Moser in Eppan fündig. Das Vier-Sterne-Superior-Haus liegt am Grossen Montiggler See, an der Weinstrasse, und bietet neben einem Aussenpool auch einen Infinity-Pool mit Blick auf bewaldete Berge sowie eine Wasserwelt. Weinangebote gehören zum Programm des Hauses.
Diese Häuser zählen zu den besten der Region:
- Gartenhotel Moser in Eppan: direkt am Grossen Montiggler See, mit Infinity-Pool und Weinangeboten, ein Haus für Gäste, die Seeblick und Weinkultur verbinden.
- Lake Spa Hotel Seeleiten in Kaltern: Haus mit privatem Strand am Kalterer See und einem Spa von rund 3.600 Quadratmetern, das auch Familien anspricht.
- Hotel Thalhof am See in St. Josef am See: nur wenige Minuten vom Kalterer See entfernt, mit Panoramasauna, Poolgarten und Südtiroler Weinküche.
Die Lage am Wasser prägt auch das Klima. Der See speichert Wärme, wodurch die Nächte im Herbst milder bleiben und die Trauben länger reifen können. Gerade rund um die Weinorte entsteht so ein Mikroklima, das für Aromen sorgt, die sich im Glas wiederfinden.
Seen im Überetsch und Unterland
Der Kalterer See ist das bekannteste Gewässer der Region. Flach und warm, erreicht er im Sommer Temperaturen über 25 Grad. Rund um das Ufer führen Radwege, Badeplätze und Stege laden zum Schwimmen ein. Die Montiggler Seen sind kleiner und ruhiger und von dichtem Wald umgeben.
Beide Seen sind Ausgangspunkte für Spaziergänge, und in den Dörfern der Umgebung gibt es Cafés, Gasthöfe und Weinschenken. Besonders schön ist die Zeit im Frühherbst, wenn das Licht weich wird.
Was macht einen Urlaub am See mit Weingenuss aus?
Entscheidend ist das Tempo. Wer zwischen Baden, Wandern und Verkosten wechselt, braucht keinen vollen Terminplan. Ein Vormittag am Ufer, ein Mittag in einer Buschenschank und ein Abend mit Blick auf das Wasser genügen, damit sich Erholung einstellt. Hilfreich sind Unterkünfte mit kurzen Wegen zum Wasser und zum nächsten Weingut.
Die Südtiroler Weinstrasse entdecken
Die Weinstrasse verbindet Orte wie Kaltern, Tramin, Eppan und Kurtatsch. Entlang der Strecke liegen Weingüter, Kellereien und Buschenschänken. Wer mit dem Rad unterwegs ist, kann zwischen den Dörfern wechseln, ohne lange Steigungen überwinden zu müssen.
Zu den Höhepunkten gehören Kellerführungen, bei denen Winzer ihre Arbeit erklären, und Verkostungen, bei denen die Unterschiede zwischen den Lagen schmeckbar werden. Wer das Wissen vertiefen möchte, besucht das Südtiroler Weinmuseum in Kaltern.
Törggelen im Herbst
Im Oktober und November beginnt das Törggelen. Dann kehren Gäste und Einheimische auf den Höfen ein, essen Kastanien, Hauswurst, Knödel und Kraut und trinken dazu jungen Wein. Die Tradition geht auf die Zeit der Weinlese zurück und hat sich zu einem festen Bestandteil des Südtiroler Herbstes entwickelt.
Wer mit dem Rad unterwegs ist, findet entlang der Strecke ausreichend Gelegenheiten für Pausen. Die meisten Kellereien öffnen nachmittags und freuen sich über Besuch, doch eine Voranmeldung erleichtert die Planung, besonders bei Führungen für Gruppen oder an Wochenenden in der Hauptsaison, wenn viele Gäste unterwegs sind.


