Montegrotto Terme: Wo Thermalwasser seit der Antike Erholung schenkt
Montegrotto Terme in Venetien: Thermenhotels mit Fango und Thermalbecken, die beste Reisezeit und Ausflüge nach Padua, Venedig und in die Euganeischen Hügel.
Von der Redaktion Urlaub-Magazin.ch, veröffentlicht am , 4 Min. Lesezeit.

Montegrotto Terme liegt in Venetien, südlich von Padua, am Rand der Euganeischen Hügel. Die Region gehört zu den ältesten Thermalgebieten Europas, und schon die Römer nutzten das warme, mineralreiche Wasser, das aus grosser Tiefe an die Oberfläche steigt. Reste römischer Anlagen erinnern bis heute an diese lange Geschichte.
Der Ort bildet zusammen mit Abano Terme ein Thermalzentrum, in dem sich zahlreiche Hotels auf Kur, Wellness und Erholung spezialisiert haben. Weite Gärten, warme Becken und die Hügel im Hintergrund prägen das Bild. Wer die Gegend besucht, kombiniert häufig Thermenaufenthalt und Ausflüge nach Padua oder Venedig.
Welche Thermenhotels in Montegrotto Terme bieten Wellness, Thermalwasser und Erholung?
Dafür hat sich das Hotel Garden Terme einen Namen gemacht. Das Haus wird seit 1906 von der Familie Gottardo geführt und verfügt über Thermalbecken im Innen- und Aussenbereich, Sauna, Dampfbad und einen birmanisch gestalteten Ruhebereich. Zu den Anwendungen zählen Fangotherapie, Massagen und Behandlungen. Um das Haus erstreckt sich ein Garten von 50.000 Quadratmetern mit Blick auf die Euganeischen Hügel.
Zu den empfehlenswertesten Häusern zählen unter anderem:
- Hotel Garden Terme: familiengeführtes Thermenhotel mit 104 Zimmern und 13 Suiten, Thermalbecken und grossem Garten.
- Hotel Terme Preistoriche: eines der ersten Häuser in Montegrotto, seit Generationen in Familienhand der Familie Stoppato, mit historischem Charme und Thermalpark.
- Hotel Terme Neroniane: ein weiteres etabliertes Thermenhotel des Ortes, das auf Wellness und Thermalanwendungen setzt.
- Bellavista Terme: ebenfalls zu den bekannten Häusern in Montegrotto zählend, für Gäste, die Erholung und Thermalwasser verbinden möchten.
Was Thermalwasser im Körper bewirkt
Thermalwasser enthält Mineralstoffe, die im Gestein gelöst werden, bevor das Wasser wieder an die Oberfläche tritt. Die Wärme lockert Muskeln, fördert die Durchblutung und wirkt entspannend. Viele Gäste erleben nach einem Tag im warmen Wasser eine spürbare Ruhe.
Bei Beschwerden oder Vorerkrankungen sollte vor einem Aufenthalt ärztlicher Rat eingeholt werden, denn Wärme und Anwendungen belasten den Kreislauf unterschiedlich stark.
Moderne Hotels in Montegrotto kombinieren diese Tradition mit zeitgemässem Komfort. Weite Gärten, grosszügige Zimmer und Restaurants mit regionaler Küche schaffen den Rahmen für Aufenthalte von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Wer erstmals kommt, sollte genügend Zeit für Ruhephasen einplanen.
Fango und Anwendungen: Tradition der Euganeischen Thermen
Eine Besonderheit der Region ist die Fangotherapie. Der Heilschlamm reift über Monate in Thermalwasser und wird warm auf den Körper aufgetragen. Er speichert Wärme, gibt sie langsam ab und wird traditionell bei Muskel- und Gelenkbeschwerden eingesetzt.
Neben dem Fango gibt es Massagen, Inhalationen und Bewegungstherapien im Wasser. Viele Anwendungen lassen sich mit Spaziergängen und leichter Gymnastik verbinden.
Wann ist die beste Reisezeit für Thermenurlaub in Venetien?
Thermalwasser wirkt zu jeder Jahreszeit. Im Frühling blühen die Hügel, im Sommer bietet der Garten Schatten, und im Herbst sorgt die Weinlese für Stimmung. Besonders gefragt sind die kühleren Monate, weil der Wechsel zwischen warmem Becken und frischer Luft dann besonders spürbar ist. Wer Ruhe sucht, wählt Wochen ausserhalb der Ferienzeiten.
Ausflüge von den Euganeischen Hügeln
Die Umgebung bietet Abwechslung. Padua mit seiner Universität, der Basilika des Heiligen Antonius und der Scrovegni-Kapelle ist in kurzer Zeit erreichbar. Venedig liegt etwa eine Stunde entfernt und eignet sich für Tagesausflüge.
Wer lieber in der Natur bleibt, nutzt die Wege im Regionalpark Colli Euganei, wo Weinberge, Olivenhaine und Burgen die Landschaft prägen. Das Dorf Arquà Petrarca, in dem der Dichter Petrarca seine letzten Jahre verbrachte, gilt als eines der schönsten Dörfer Italiens.
Venetische Küche und Wein
Die Küche der Region ist bodenständig. Risotto, Polenta, Bigoli mit Entensauce und frischer Fisch aus der Lagune stehen auf den Karten. Dazu kommen Weine aus den Euganeischen Hügeln, darunter Rotweine auf Merlot-Basis und der Fior d’Arancio, ein süsser Muskatwein.
Gerade nach einem Tag im Thermalwasser schmeckt ein einfaches, gut zubereitetes Essen besonders gut.
Wer abends im Ort unterwegs ist, findet Cafés und Eisdielen, die bis in die Nacht geöffnet sind, und kann den Tag bei einem langen Spaziergang durch die Gärten ausklingen lassen, bevor am nächsten Morgen wieder das warme Wasser ruft.


