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Ferien

Madeira-Ferien ab der Schweiz: Flüge, Klima, Levadas und Baden

Direkt ab Zürich, Basel und Genf nach Funchal: wann Madeira am wärmsten ist, was das Levada-Wandern seit 2026 kostet und wo du auf der Insel badest.

Von der Redaktion Urlaub-Magazin.ch, veröffentlicht am , 8 Min. Lesezeit.

Steile grüne Klippen an der Küste von Madeira fallen ins tiefblaue Meer ab
Foto: Jan Tokarczyk / Unsplash

Warum fliegen so viele Schweizerinnen und Schweizer ausgerechnet im Winter auf eine Insel, die gar keine langen Sandstrände hat? Weil Madeira etwas bietet, das den Kanaren und dem Mittelmeer fehlt: Frühlingstemperaturen fast das ganze Jahr, ein Bergland mit Wasserkanälen, an denen du stundenlang entlanggehst, und eine Flugzeit, die auch für eine einzelne Woche aufgeht. Dieser Artikel zeigt, wie du hinkommst, welche Monate zu welchen Ferien passen und was sich beim Wandern 2026 geändert hat.

Direktflüge ab Zürich, Basel und Genf

Ab Zürich fliegt Edelweiss nach Funchal. Der Flug dauert rund vier Stunden, und die Verbindung kannst du das ganze Jahr über buchen. Aufgegebenes Gepäck und die Verpflegung an Bord sind bei Edelweiss im Tarif enthalten, ebenso das Sportgepäck. Das lohnt sich, falls du Wanderstöcke oder Ausrüstung für mehrere Tage dabeihast.

Ab Basel-Mülhausen und ab Genf bedient easyJet die Strecke nach Funchal direkt. Ob die Flüge in deiner Reisewoche tatsächlich stattfinden und wie oft, zeigt dir nur der aktuelle Flugplan der Airline. Die Frequenzen der Billigfluggesellschaften schwanken über das Jahr.

Der Flughafen liegt an der Südostküste, ein Stück ausserhalb von Funchal. Madeira gehört zu Portugal und damit zum Schengen-Raum und zur Eurozone. Eine gültige Identitätskarte genügt dir für die Einreise.

Reisezeit: das Klima in Funchal

Madeira hat keinen Winter im Schweizer Sinn. Im langjährigen Mittel für Funchal (1991 bis 2020) sinkt das Tagesmittel in keinem Monat unter 16,8 Grad. Die Tabelle zeigt dieses Mittel Monat für Monat. Der Unterschied zwischen den Jahreszeiten zeigt sich weniger in der Wärme als im Regen.

Monat Höchstwert Ø Tiefstwert Ø Niederschlag Regentage (ab 1 mm)
Januar 20,0 °C 14,3 °C 67,1 mm 6,2
Februar 19,9 °C 13,9 °C 72,4 mm 5,5
März 20,6 °C 14,3 °C 62,3 mm 5,8
April 21,0 °C 14,9 °C 45,2 mm 4,7
Mai 22,0 °C 16,2 °C 27,2 mm 3,3
Juni 23,7 °C 18,2 °C 7,8 mm 1,0
Juli 25,4 °C 19,7 °C 1,7 mm 0,3
August 26,8 °C 20,7 °C 1,3 mm 0,4
September 26,6 °C 20,4 °C 23,1 mm 3,1
Oktober 25,2 °C 19,2 °C 91,2 mm 7,0
November 22,8 °C 17,0 °C 80,3 mm 7,3
Dezember 21,0 °C 15,5 °C 94,8 mm 8,6

Drei Dinge fallen auf. Von Juni bis August ist es in Funchal praktisch trocken, der August bringt im Mittel keinen halben Regentag. Der Oktober ist warm, aber zugleich einer der nassesten Monate: 91,2 Millimeter, rund sieben Regentage. Und selbst im Februar, dem kühlsten Monat, erreichen die Nachmittage knapp 20 Grad.

Diese Werte gelten für die Stadt an der Südküste auf 58 Metern. In den Bergen, wo die meisten Levadas verlaufen, ist es deutlich kühler und oft neblig. Eine Jacke gehört auch im Sommer in den Rucksack.

Für Badeferien sind Juli bis September die sicheren Monate. Zum Wandern eignen sich Frühling und Frühsommer: Die Nachmittage bleiben unter 24 Grad, und die Regentage werden von Monat zu Monat seltener. Wenn du vor allem der Schweizer Kälte entkommen willst, passt der Winter, solange dich ein paar Regentage nicht stören. Wo das Meer im Herbst sonst noch warm ist, steht in unserem Überblick zu den Badeferien im Oktober, und für die Wochen danach lohnt der Blick auf die Ferien im November.

Die Regionen der Insel

Funchal und die Südküste sind der Teil, den du fast sicher zuerst siehst. Hier steht die Klimastation aus der Tabelle, hier liegt die Hauptstadt, und von hier aus erreichst du die Insel in alle Richtungen. Wer ohne Mietauto unterwegs ist, wohnt am einfachsten in Funchal.

Die Nordküste ist grüner, steiler und rauer. Ganz im Nordwesten liegt Porto Moniz mit seinen bekannten Meerwasserbecken. Die Fahrt dorthin gehört zu den Tagen, an denen du die Grösse des Berglands spürst: Die Insel ist klein auf der Karte, aber die Strassen führen durch Tunnel und über Pässe.

Das Hochland im Innern ist das Revier der Levadas und der Gipfelwege. Hier verbringst du die Wandertage, oft oberhalb der Wolken, oft mitten drin.

Porto Santo ist die flache, trockene Nachbarinsel im Nordosten und das Ziel, falls du einen Sandstrand suchst. Die Überfahrt planst du am besten als eigenen Ausflug oder als zweiten Ferienteil von ein paar Tagen.

Levada-Wandern: was 2026 neu ist

Levadas sind die alten Bewässerungskanäle, die das Wasser aus dem regenreichen Norden in die Felder und Dörfer des Südens leiten. Entlang vieler dieser Kanäle führen schmale Wartungspfade, und genau auf ihnen wandert man. Sie verlaufen oft fast eben, weil das Wasser nur ein geringes Gefälle braucht. Das macht viele Strecken auch für Familien machbar, allerdings nicht alle: Manche Abschnitte führen an Steilhängen entlang oder durch dunkle Tunnel, für die du eine Stirnlampe brauchst.

Seit dem 1. Januar 2026 gilt für die offiziell klassifizierten Wanderwege, die sogenannten PR-Routen, eine Reservationspflicht. Das regionale Institut für Wälder und Naturschutz (IFCN) vergibt die Plätze in Zeitfenstern von 30 Minuten. Innerhalb deines Fensters musst du losgehen. Gebucht wird ausschliesslich online über SIMplifica, das Serviceportal der Regionalregierung.

Für Nicht-Einheimische ab 12 Jahren kostet der Zugang 4,50 Euro pro Weg. Einwohnerinnen und Einwohner Madeiras zahlen nichts, müssen aber ebenfalls reservieren, weil die Behörde so die Zahl der Leute auf jedem Weg begrenzt. Ein Beispiel für eine solche Route ist die PR 7, die Levada do Moinho.

Vor jedem Wandertag lohnt ein Blick auf die Hinweise für Wanderer von Visit Madeira. Das Tourismusamt führt dort die Liste der Wege und gibt an, welche davon gerade gesperrt sind, etwa nach Steinschlag oder starkem Regen. Gerade zwischen Oktober und Februar, wenn die meisten Regentage fallen, kann ein Weg, den du zu Hause ausgesucht hast, vor Ort gesperrt sein.

Baden: Naturschwimmbecken und Porto Santo

Madeira ist eine Vulkaninsel mit Steilküste, und Sandstrände sind auf der Hauptinsel die Ausnahme. Gebadet wird deshalb oft in Naturschwimmbecken, also in Becken aus erkalteter Lava, in die das Meer laufend nachfliesst.

Die bekanntesten liegen in Porto Moniz. Die Anlage umfasst rund 3800 Quadratmeter Wasserfläche bei etwa zwei Metern Tiefe. Dazu kommen ein Kinderbecken, Umkleiden, eine Bar, ein Erste-Hilfe-Posten und ein Parkplatz, und die Anlage ist für Menschen mit Behinderung zugänglich. Gleich am Ortseingang liegen die Cachalote-Becken, die frei zugänglich sind und etwas ursprünglicher wirken.

Den Sandstrand gibt es auf Porto Santo: Er zieht sich rund neun Kilometer an der ganzen Südküste der Nachbarinsel entlang. An der Praia das Salemas findest du dort zusätzlich natürliche Becken zwischen den Felsen.

Häufige Fragen

Wie lange fliegt man von Zürich nach Madeira?

Der Direktflug mit Edelweiss von Zürich nach Funchal dauert rund vier Stunden. Ab Basel und Genf fliegt easyJet ohne Umsteigen, die genaue Zeit steht im jeweiligen Flugplan.

Brauche ich für Levada-Wanderungen eine Bewilligung?

Für die offiziellen PR-Wanderwege ja. Seit dem 1. Januar 2026 reservierst du über das Portal SIMplifica ein Zeitfenster von 30 Minuten, und ab 12 Jahren kostet ein Weg 4,50 Euro, sofern du nicht auf Madeira wohnst.

Wann ist die beste Reisezeit für Madeira?

Das hängt vom Ziel ab. Zum Baden sind Juli bis September am besten, da ist es in Funchal am wärmsten und fast regenfrei. Zum Wandern eignen sich Frühling und Frühsommer, und der Winter bleibt mit Höchstwerten um 20 Grad eine milde Alternative, bringt aber die meisten Regentage.

Gibt es auf Madeira Sandstrände?

Auf der Hauptinsel kaum. Der lange Sandstrand liegt auf der Nachbarinsel Porto Santo, auf Madeira badest du vor allem in Naturschwimmbecken wie in Porto Moniz.

Flugverbindungen und Wandergebühren: Stand September 2026.

Weitere Ziele