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Städte

Bern Sehenswürdigkeiten: die Altstadt an einem Tag, als Weg

Bundeshaus, Lauben, Zytglogge, Münsterturm, Bärenpark und Rosengarten: Berns Sehenswürdigkeiten als Weg durch die Altstadt, mit Preisen und Zeitbedarf.

Von der Redaktion Urlaub-Magazin.ch, veröffentlicht am , 7 Min. Lesezeit.

Die Kramgasse in der Berner Altstadt mit Lauben und Brunnen, am Ende der Zytglogge
Foto: stephan de MARANTHI / Unsplash

Wie viel Bern passt in einen Tag, wenn die Stadt fast nur aus Altstadt besteht? Mehr, als man denkt, weil alles an einer Achse hängt. Vom Bahnhof führen die Gassen fast gerade nach Osten, bis die Aare die Halbinsel abschneidet. Auf diesem Weg liegen Bundeshaus, Lauben, Zytglogge und Münster, am Ende auf der anderen Flussseite der Bärenpark mit dem Rosengarten darüber. Die UNESCO hat die ganze Altstadt als Welterbe eingetragen, nicht einzelne Gebäude.

Der Tag im Überblick

Station Was du siehst Rechne mit Eintritt
Bundeshaus Bundesplatz, Terrasse über der Aare 30 Minuten, mit Führung länger Führung nur mit Anmeldung
Lauben Markt-, Kram- und Gerechtigkeitsgasse 1 Stunde keiner
Zytglogge Uhrturm mit Figurenspiel 15 Minuten keiner
Münster Kirche, Hauptportal, Turm 1–1,5 Stunden Turm CHF 6, Kinder CHF 3
Bärenpark Gehege am Aarehang 30–45 Minuten gratis
Rosengarten Blick über die Altstadt 30 Minuten keiner

Die Zeiten sind Richtwerte für einen Besuch ohne Hetze. Startest du gegen 9 Uhr, bist du am frühen Nachmittag im Rosengarten und hast den Rest des Tages für die Aare. Ab Zürich, Basel und Luzern fahren direkte Züge nach Bern, und der Bahnhof liegt am westlichen Rand der Altstadt. Du gehst also von Anfang an in die richtige Richtung.

Bundeshaus: zuerst die Terrasse

Vom Bahnhof sind es wenige Minuten bis zum Bundesplatz. Das Bundeshaus mit der grünen Kuppel wirkt von hier feierlich und etwas streng. Geh um das Gebäude herum auf die Bundesterrasse. Dort fällt der Hang steil zur Aare ab, unten liegt das Marzili, und bei klarem Wetter stehen die Berner Alpen am Horizont.

Hinein kommst du nur mit Plan. Die Parlamentsdienste bieten Führungen an, für die du dich vorher anmeldest, dazu Spezialführungen etwa zur Architektur oder zu 1848 und Angebote für Familien. Tagen die Räte, verfolgst du die Debatten von der Tribüne. Für den Rundgang auf eigene Faust gibt es die App «Audioführung Bundeshaus». Daten und Anmeldung stehen auf parlament.ch. Die Plätze sind begrenzt, buche also einige Tage vorher.

Was sich lohnt: die Terrasse in jedem Fall, die Führung bei Interesse an Politik oder bei Regen.

Die Lauben: unter Bögen durch die Altstadt

Vom Bundesplatz gehst du hinüber in die Marktgasse, und ab hier läufst du fast den ganzen Tag unter Arkaden. Die Lauben ziehen das Erdgeschoss der Häuser in die Strasse hinein: bei Regen bleibst du trocken, bei Hitze im Schatten. Darüber stehen die Sandsteinfassaden, die der Altstadt ihre einheitliche, graugrüne Farbe geben.

Zwei Dinge fallen schnell auf. Mitten in der Gasse stehen bemalte Brunnenfiguren auf Säulen, jede mit eigener Geschichte. Und auf dem Trottoir liegen schräge Kellertüren, unter denen sich Läden, Bars und kleine Theater verbergen.

Die Marktgasse ist die geschäftigste Strecke, mit Ketten und Warenhäusern. Ab dem Zytglogge, in der Kramgasse und der Gerechtigkeitsgasse, werden die Läden kleiner: Antiquariate, Handwerk, Weinhandlungen.

Was du auslassen kannst: das Shopping in der Marktgasse. Die gleichen Läden hast du zu Hause.

Zytglogge: der Uhrturm in der Mitte

Der Zytglogge war einst Stadttor und Gefängnis und ist heute das Wahrzeichen in der Mitte der Altstadt. An der Ostseite zur Kramgasse hängt die astronomische Uhr. Kurz vor der vollen Stunde setzt sich das Figurenspiel in Bewegung, und vor dem Turm sammeln sich die Gruppen. Plane den Weg so, dass du ein paar Minuten vorher dort bist. Stell dich etwas schräg in die Kramgasse statt direkt davor: So hast du Zifferblatt und Figuren gleichzeitig im Blick.

Das Münster und sein Turm

Von der Kramgasse biegst du links ab auf den Münsterplatz. Schau dir kurz das Hauptportal mit dem Jüngsten Gericht an. Der eigentliche Grund für den Besuch ist aber der Turm. Er misst insgesamt 100,6 Meter und überragt die ganze Altstadt. Für Besucher gibt es zwei Galerien:

Galerie Höhe Stufen
Viereckgalerie 46 m 254
Achteckgalerie 64 m 344

Einen Lift gibt es nicht, und die Treppe ist eng. Mit Kleinkind auf dem Arm oder bei Höhenangst wird das unangenehm. Oben liegt dir die Aareschlaufe zu Füssen, die Altstadt auf drei Seiten vom Fluss umschlossen. Spätestens hier versteht man, warum die UNESCO das Ganze und nicht einzelne Häuser geschützt hat.

Turmeintritt Preis
Erwachsene CHF 6
Kinder 7–16 Jahre CHF 3
AHV und Studierende CHF 4
Gruppen ab 10 Personen CHF 4, Kinder CHF 1

Die Öffnungszeiten von Kirche und Turm wechseln mit Saison und Gottesdiensten, prüfe sie vor dem Besuch auf bernermuenster.ch. Für die Pause nach dem Abstieg liegt gleich daneben die Münsterplattform, ein schattiger Park hoch über der Aare.

Bärenpark: am Ende der Altstadt

Durch die Gerechtigkeitsgasse gehst du abwärts bis zur Nydeggbrücke. Auf der anderen Seite der Aare liegt der Bärenpark. Er reicht vom ehemaligen Bärengraben als Anlage von rund 5000 Quadratmetern den Hang hinunter bis ans Ufer.

Der Park ist gratis und rund um die Uhr offen, an 365 Tagen im Jahr. Tierpfleger sind täglich von 8 bis 17 Uhr vor Ort. Hier leben die Bären Finn, Björk und Berna. Ob du sie siehst, hängt von Tageszeit und Laune ab, denn im grossen Gehege können sie sich gut zurückziehen. Morgens und am späten Nachmittag sind die Chancen meist besser als über Mittag. Das Bären-Bähnli, ein Panorama-Schräglift, verbindet die obere Aussichtsplattform mit der Aarepromenade.

Rosengarten: der Blick zurück

Vom Bärenpark führt ein kurzer, steiler Fussweg hinauf zum Rosengarten. Viele Tagesgäste lassen ihn aus, zu Unrecht. Von hier oben hast du das beste Bild der Altstadt: die Dächer in der Aareschlaufe, das Münster in der Mitte, die Nydeggbrücke im Vordergrund. Die Rosen blühen im Frühsommer am schönsten, die Aussicht hast du das ganze Jahr.

Tipp für die Reihenfolge: Machst du den Rundgang am Nachmittag, nimm den Rosengarten ans Ende. Gegen Abend liegt das Licht von Westen auf den Fassaden, und das Foto wird deutlich besser als am Mittag.

Die Aare: zurück am Wasser

Für den Rückweg nimmst du den Uferweg statt der Gassen. Das Wasser ist auffallend grün und schnell. Im Sommer lassen sich viele Einheimische vom Fluss durch die Stadt treiben. Das sieht einfach aus, braucht aber Ortskenntnis über Strömung und Ausstiege. Kennst du die Aare nicht, schaust du lieber vom Ufer aus zu.

Im Advent stehen rund um das Münster und am Waisenhausplatz die Märkte, mehr dazu im Text zum Weihnachtsmarkt Bern. Planst du mehrere Schweizer Städte, findest du den gleichen Aufbau für Luzern und Zürich.

Häufige Fragen

Was sind die wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Bern?

Bundeshaus mit Bundesterrasse, die Lauben, der Zytglogge, das Münster mit seinem Turm, der Bärenpark und der Rosengarten. Alle liegen auf einer Achse vom Bahnhof bis zur Aare und lassen sich zu Fuss verbinden.

Wie viel kostet der Münsterturm in Bern?

Erwachsene zahlen CHF 6, Kinder von 7 bis 16 Jahren CHF 3, AHV-Bezüger und Studierende CHF 4. Bis zur unteren Galerie steigst du 254 Stufen, bis zur oberen 344.

Kostet der Bärenpark Eintritt?

Nein. Der Bärenpark ist gratis und rund um die Uhr geöffnet.

Reicht ein Tag für Bern?

Für die Altstadt ja, weil die Stationen nahe beieinander liegen. Für eine Führung im Bundeshaus, ein Museum oder einen Sommertag an der Aare plane einen zweiten Tag ein.

Preise: Stand Oktober 2026.

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